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OMC#3 -- 2007:
OMC#3-Sampler

 

OMC#2 -- 2006:
OMC#2-Sampler

 

OMC#1 -- 2005:
OMC#1-Sampler

 

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Über den OpenMusicContest

Seit 2005 hat der Marburger AStA den OpenMusicContest bereits drei Mal durchgeführt. Es handelt sich um einen bundesweiten, international einzigartigen Bandwettbewerb mit besonderen Teilnahmebedingungen.

Ungewöhnliche Teilnahmebedingungen

Das wirklich besondere an diesem Wettbewerb stellen die einmaligen Teilnahmebedingungen dar: Die Musikstücke, mit denen sich die Bands bewerben, müssen unter einer Creative Commons-Lizenz stehen. D.h. diese Musik wird "frei" -- sie darf kopiert und verbreitet werden, solange dabei die Urheber des Stücks genannt werden und wiederum auf die Lizenz hingewiesen wird. Dabei können die Bands darüber entscheiden, ob dies auch für die kommerzielle Nutzung gestattet ist, und ob die Stücke auch in veränderter Fassung verbreitet werden dürfen oder nicht. So ist es möglich, die veröffentlichten Sampler auch zum freien Download anzubieten.

Der Wettbewerb

Wir fassen die Teilnahmebedingungen des Open Music Contest einmal übersichtlich zusammen:

Teilnehmen können
  • Bands aller Stilrichtungen.
  • die nicht Mitglied der GEMA sind (eine GEMA-Mitgliedschaft ist derzeit nicht vereinbar mit der freien Lizenzierung einzelner Musikstücke).
  • mit bis zu drei eigenen Stücken.
  • die sie unter eine Creative Commons-Lizenz stellen.
Den Gewinnerbands bieten wir
  • einen Auftritt als Support eines namhaften Headliners vor über 2.000 Besuchern.
  • Erscheinen eines der eingereichten Stücke auf einem Open Music Sampler, der im Vorfeld des Konzerts produziert und verbreitet wird. 

Ausführliche Informationen zur Teilnahme sind den Frequently Asked Questions zu entnehmen.

Warum dieser Wettbewerb?

Den Studierendenvertretungen fällt u.a. die Aufgabe zu, sich den kulturellen Belangen von Studierenden zu widmen sowie sie darin zu unterstützen, sich gesellschaftlich und politisch mündig zu entwickeln.
Derzeit arbeitet die Bundesregierung an einem neuen Urheberrecht. Dieser Prozess erhält bislang an den Hochschulen nicht die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Dabei wird gerade an diesen Orten das Wissen erarbeitet und vermittelt, ohne das wir als Gesellschaft nicht überlebensfähig sein werden. Als kreativ angelegte Möglichkeit, Studierenden die Problematik des zukünftigen Umgangs mit "geistigem Eigentum" (die Free Software Foundation bevorzugt die Bezeichnung "geistige Monopole") bewusst zu machen, richtete der Marburger AStA im Vorjahr den ersten Wettbewerb dieser Art aus.

Das digitale Kommunikationszeitalter stellt auch den Umgang mit kulturellen Gütern neu zur Diskussion. Es ist heute sehr einfach und kostengünstig, Musik über das Internet weltweit zu verbreiten -- legal wie illegal. Wir möchten uns mit diesem Wettbewerb an der Diskussion beteiligen, welche Alternativen im Umgang mit Kulturgütern bestehen, welche Vor- und Nachteile sie für alle Beteiligten haben, wo sie sich ergänzen und ausschließen. Die Medienindustrie erprobt derzeit Wege, den freien Informationsfluss im Internet künstlich wieder zu einzuengen. Dass diese Experimente nicht ohne Probleme bleiben, verdeutlichen in jüngster Zeit z.B. die Skandale um riskante Kopierschutztechniken auf Audio-CDs von Sony BMG, DVDs von Kinowelt oder diversen Computerspielen. Die Free Software Foundation startete im Frühjahr 2006 die Kampagne "Defective By Design" um das Thema "Digital Restriction Management" (DRM) ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu tragen.

Dem setzen die Creative Commons-Lizenzen bewusst ein umgekehrtes Konzept entgegen: Das gezielte Erlauben. Wir halten dies langfristig für das nachhaltigere Modell; dass es aufgehen kann, zeigen bereits unzählige freie Softwareprojekte. Nicht zuletzt ist es der seit langem bewährten Arbeitsweise der wissenschaftlichen Gemeinschaft entlehnt. Hier gehört es nicht nur zum guten Ton, seine Arbeitsergebnisse untereinander verfügbar zu machen -- es ist vielmehr die unverzichtbare Basis für Fortschritt und Entwicklung.

Warum diese Diskussion an den Hochschulen tatsächlich mehr als überfällig ist, illustriert auch der gelungene Übersichtsartikel "Über die Ketten der Wissensgesellschaft" des Journalisten Richard Sietmann. Wie die Übertragung des Lizenzmodells der Creative Commons auf den wissenschaftlichen Publikationsprozess funktioniert, erläutert der im Universitätsverlag Göttingen erschienene Band "Rechtliche Rahmenbedingungen von Open-Access-Publikationen". Das Buch steht selbst unter einer CC-Lizenz und kann unter dem angegebenen Link auch kostenlos heruntergeladen werden.

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